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Rab Carrington, 1947 in Glasgow geboren, entdeckte seine Leidenschaft für die Natur und das Wandern schon sehr früh. Erst auf der Universität entdeckte er sein Interesse am Klettern, was sein Leben im Folgenden verändern würde. Rab erinnert sich daran, wie sein Interesse am Klettern immer größer wurde, während sein Mathematikstudium anfing darunter zu leiden. Die Berge wurden zu seiner Leidenschaft; er kletterte in Eis und Schnee im Winter und am Felsen immer dann, wenn es trocken war; er vernachlässigte häufig seine Bücher zugunsten der Berge.

Dem schottischen Wetter entsprechend waren trockene Tage selten und um noch mehr klettern zu können, zog Rab um weiter südlich nach Sheffield, wo er sich schnell in die vitale Bergsteiger-Szene integrierte. Hier schloss er eine seiner bedeutsamsten Freundschaften mit Al Rouse, mit dem er sich regelmäßig traf und klettert. Bevor er Al traf, waren Rabs Ambitionen im Klettern eher gering, aber Als Leidenschaft für Erforschungund Abenteuer öffnete ihm die Augen und ließ ihn die Fülle an Klettermöglichkeiten außerhalb der britischen Inseln erkennen.

In den Jahren 1973 und 1974 verbrachten die Beiden eine längere Zeit in den Alpen, und bei ihrer Ankunft in Chamonix hatten sie wenig Ahnung und noch weniger Erfahrung. Sie waren talentierte, wagemutige junge Männer und kletterten sich schnell durch die Schwierigkeitsgrade und begingen bald beeindruckende Begehungen, unter anderem den zweiten Gipfel des Les Droites im Winter. Rab erzählt oft Geschichten davon, wie sie mit wenig Geld und dem großen Wunsch, so viele Routen so schnell wie möglich zu klettern, ihre Ausrüstung auf das absolute Minimum an Nahrung und Kleidung einschränkten. Mehr aus der Not und weniger aus der Planung heraus entstand ihre eigene Version des fast&light Alpinismus.

Ihre Ziele waren nicht nur die Alpen, und 1975 brachen Rab und Al wieder auf, aber dieses Mal ging es nach Südamerika. Sie planten auf dem ganzen Kontinent zu klettern, aber ganz speziell wollten sie Patagonien besuchen. Als sie Sheffield im Griff der Drei-Tage-Woche verließen, dachten sie vielleicht, dass sie den Problemen zu Hause entkamen, aber der Arbeitskampf in Großbritannien holte sie dann doch ein. Ein Streik der Hafenarbeiter in Liverpool verzögerte die Ankunft ihrer Kletterausrüstung.

Bis zur Ankunft ihrer Kletterausrüstung gab es in Buenos Aires nicht viel zu tun und Rab mochte bald das Herumsitzen nicht mehr. Der örtlich ansässige Kletterer und Handwerker Hector Vieytes nahm den gelangweilten Schotten unter seine Fittiche und lud Rab ein, ihm bei seinen Textilarbeiten zu helfen. Hector bewarb sich um Ausrüstungsaufträge von der argentinischen Armee, und mit Rab als sein Assistent entwarfen und produzierten sie zusammen zahlreiche Schlafsäcke, Taschen, Jacken und Mäntel für kalten Klimazonen. Diese Fähigkeiten in Design und Herstellung würden später die Grundlage für Rabs eigene Arbeit bilden.

Die in Liverpool aufgehaltene Kletterausrüstung kam schließlich doch noch an, und über die nächsten Jahre kletterten Rab und Al zusammen nicht nur in Südamerika, sondern auf der ganzen Welt und trennten sich schließlich im Jahr 1979. Nicht lange danach erfuhr Rab, dass er bald Vater werden würde und um etwas mehr Geld für seine neue Familie zu verdienen, setzte er eine seiner Fähigkeiten ein und fing an, abends Schlafsäcke zu fertigen. Wieder in Sheffield, arbeitete er tagsüber auf einer Baustelle, danach saß er nächtelang an der Nähmaschine und man konnte die Daunenfedern die Treppe von seiner Werkstatt auf dem Dachboden herunterschweben sehen.

Eine Karriere als "Hersteller“ hatte Rab nie auf seinem Plan aber schon bald überstieg die Nachfrage seine Lieferfähigkeit. Seine kleine Firma wuchs und wuchs, die Schlafsäcke und Jacken mit seinem Namen wurden immer beliebter, zuerst bei de Kletterern und dann beim breiteren britischen Publikum. Im Laufe der Jahre wurde das Unternehmen immer größer und bald exportierte Rab in Länder auf dem Kontinent und darüber hinaus. Was als Werkstatt auf dem Dachboden angefangen hatte, ist nun ein globaler Name, bei dem Rabs Innovation und Leidenschaft im Vordergrund stehen.

Am Anfang waren es seine Errungenschaften beim Klettern, die den Namen Rab berühmt machten, und nach seiner Pensionierung fing er nicht nur an, wieder selbst zu klettern, sondern auch nach Möglichkeiten zu suchen, sich für die Klettergemeinschaft zu engagieren. Er übernahm die Vizepräsidentschaft des BMC und unterstütze deren Arbeit für Zugang, Erhaltung, Fortbildung und Integration, was bald zu einem Spitzenjob beim BMC führte, wo er als rüstiger 58-jähriger als eine „junge Stimme“ und modernisierende Kraft galt. Seine Präsidentschaft stärkte die Organisation und, kurz nach seiner Ernennung und kurz vor seinem 60sten Geburtstag, erreichte Rab mit seiner ersten Begehung der 8a Route „New Age Traveller“ in Malham, Yorkshire etwas, was wenigen Kletterern gelingt.

Rab unterstützt weiterhin die Arbeit des BMC, klettert in seiner Freizeit sooft er kann und man findet ihn häufig in unseren Büros, wo er die Designer berät und sich mit seinen ehemaligen Mitarbeitern trifft.