Words By
Hetty Key

Das Women’s Trad Festival findet über ein Wochenende im Peak District statt und soll Kletterer ermutigen, neue Fähigkeiten zu erlernen und ihr Kletterkönnen weiterzuentwickeln. Es ist ein inklusives Event, bei dem Kletterer aller Altersklassen, Fähigkeiten und Geschlechter willkommen sind – das bedeutet, es dürfen auch Männer und Kinder kommen, aber es sollen speziell Frauen zum Trad-Klettern ermutigt werden.

Dieses Jahr war ich zum ersten Mal auf dem Festival und ich war von den Angeboten überwältigt. Ich sprach mit Charlie und Ellie, zwei der Organisatorinnen des Festivals, um herauszufinden, wie das Ganze begonnen hatte;

„Ellie und ich besuchten das vom Pinnacle Club organisierte Women’s International Climbing Meet in Llanberis. Sie und Vicki Mayes kletterten am Gogarth und sprachen den ganzen Tag darüber, wie toll es wäre, die einzelnen Frauengruppen, die beide coachten, zusammenzubringen, obwohl Vicki aus Schottland kommt und Ellies Gruppe in Sheffield ist. Das war die Geburtsstunde der Idee, und von da an ging es Schlag auf Schlag“ – Charlie Low

„Ich bemerkte, wieviel Selbstvertrauen es einem geben kann, wenn man von starken, selbstbewussten Frauen umgeben ist, die alle etwas härter kletterten, als ich es tat – die Macht sichtbarer Vorbilder! Immer mehr Frauen klettern an Indoorwänden und sind begierig drauf, zum Trad-Klettern nach draußen zu kommen. Es ist aber nicht immer so einfach, diesen Schritt auch zu schaffen, da sie eben nicht immer die Erfahrung, Fähigkeiten, Ausrüstung oder das Selbstvertrauen dazu haben.“

„Durch das Festival wollten wir die Frauen ermutigen, und zwar auf allen Ebenen. Ob sie davor niemals Trad-Klettern waren oder ob sie gerade erst am Anfang ihrer Karriere als Kletterlehrer sind, wir wollten ihnen Unterstützung und Führung anbieten, damit sie der Verwirklichung näher kommen … ‘vielleicht schaffe ich ja auch den nächsten Schritt“ – Ellie Fuller

In seinem inzwischen zweiten Jahr ist das Festival bekannter als zuvor, und die Tickets waren in wenigen Wochen ausverkauft. Am 18. August trafen sich Kletterer aus Nah und Fern (einer kam sogar aus Zürich!), um ihre Kletterfähigkeiten zu verbessern und um Gleichgesinnte zu treffen.

Rab war Hauptsponsor, und Rab Senior Designer Kate und ich waren glücklich, auch ohne Tickets am Festival teilnehmen zu können – mit den anderen Teilnehmer zu klettern und die neuesten Produkte unserer Rock Kollektion zu zeigen:

Ich liebte es, Teil des Festivals zu sein! Vom Standpunkt eines Designers betrachtet, war es fantastisch, so viele potentielle Rab-Kunden gleichzeitig zu treffen und sie zu befragen, wie sie über den aktuellen Style denken und was sie sich für die Zukunft wünschen. Es kommt schließlich nicht so oft vor, dasscso viele weibliche Kletterer gleichzeitig zusammenkommen. Unbezahlbare Marktforschung! Beim Klettern freute ich mich, mich jeden Tag mit einem Vorsteiger in einer Seilschaft wiederzufinden, , im Prinzip also privater Trad-Kletter-Unterricht! Ich bin schon seit Jahren keine Tradroute mehr vorgestiegen, da ich liebere bouldere, aber ich wollte nach dem Event definitiv mehr daraus machen. Am Ende des Wochenendes hatte ich dank der sehr fähigen und geduldigen Lehrer die Sicherheit, gute Placements zu setzen und Standplätze zu bauen. – Kate Ennis

Obwohl es am Samstag etwas feucht los ging, war die Stimmung gut und trotzte auch den kurzen Regenschauern, die das ganze Wochenende über andauerten, und jeder war trotzdem begierig darauf, so viel wie möglich zu machen. Am Ende des Wochenendes waren viele zum ersten Mal draußen geklettert, waren das erste Mal vorgestiegen und hatten eine Menge Selbstbewusstsein am Fels gewonnen.

Catching up with festival goers Jen and Morag, I was keen to hear their thoughts on the weekend:

Before the festival I thought I knew trad wasn’t for me, it’s funny how wrong I was! It’s opened up so much adventure potential and I’m itching to get more leads under my belt, place as much gear as I can fit in the rock and get on some multi-pitch routes” – Jen

This was my second year attending the Women’s Trad Festival and if possible I think I had more fun even than last time. At last year’s festival I worked up the courage to lead for the first time ever – all the lovely support really boosted my confidence, and since then I’ve done quite a lot of trad climbing. I feel like I’ve come on loads and loved coming back this year to lead some of the routes I was top roping a year ago!” – Morag

Am Ende des Wochenendes war klar, dass nicht nur die Teilnehmer das Event für einen vollen Erfolg hielten:

„Als freiwilliger Vorsteiger beim WTF 2017 fand ich es so bereichernd, mein Wissen weiterzugeben und angehende Trad-Kletterer zu ermutigen, zu sehen, wie sie an nur einem Wochenende besser wurden und an Selbstvertrauen gewannen! Ich liebte die pure Aufregung und das Gefühl, etwas geleistet zu haben, wenn eine meiner Kletterinnen ihren ersten Vorstieg im Trad-Stil geschafft hatten – und zu wissen, dass ich meinen Teil zu diesem Erfolg beigetragen habe. Wirklich einmalig war es, mit so vielen weiblichen Kletterern in so einem schönen und entspannten Setting, am Fuße der Granitwände oder am Lagerfeuer, zusammenzukommen. Ich kann kaum das nächste Jahr erwarten, um auch weiterhin Frauen für das Outdoor Trad-Klettern zu begeistern!“ – Jo

„Da stimme ich zu: Das Beste am WTF ist es, so viele kompetente und fähige Frauen zusammenkommen zu sehen. Ich hoffe, sie werden durch das Festival begreifen, wie fähig sie wirklich sind, und zwar sowohl auf persönlicher Ebene als auch als Lehrende. Viele der Vorsteiger sind (noch) keine zertifizierten Ausbilder, und doch habe ich überall erstklassige Vorbilder gesehen. Ich war stolz darauf, AMI und das Rab Testteam zu repräsentieren, aber noch stolzer war ich darauf, die weiblichen Ausbilder und Coaches zu repräsentieren. Die Weichen für Zukunft der Bergsteigerkurse sind gestellt“ – Rachel

„Als wir im letzten Jahr begannen, wussten wir nicht wirklich, ob sich mehr als nur ein paar Frauen dafür interessieren würden. Die Reaktion war überwältigend, und ich glaube, das zeigt einfach, dass es einen echten Bedarf und die Lust auf Events gibt, die Frauen Freiräume eröffnen“ – Ellie

„Ja! Letztes Jahr hatten wir nur zwei Monate, um das Festival zu planen, und es kamen ungefähr 60 Leute. Mit unserem Zeltpavillon, den zwei Campingstühlen und dem kleinen, klappbaren Tischchen sah das doch ziemlich behelfsmäßig aus! Dieses Jahr hatten wir ein Festzelt von Rab und unseren anderen Sponsoren, Ausrüstung und Schuhe zum Ausleihen sowie ein tolles BBQ und eine Tombola, die über 500 £ einbrachte. Es war unglaublich zu beobachten, wie über 100 Leute lachten, Freundschaft schlossen und einfach genossen, aufgrund von etwas, was ich selbst mitorganisiert hatte, und das hat mich definitiv dazu inspiriert, das Festival noch viele weitere Jahre zu machen!“ – Charlie

Falls dich der Artikel neugierig gemacht hat und du über das Event im nächsten Jahr mehr erfahren willst, oder auch andere Informationen haben möchtest, besuche die Webseite des Women’s Trad Festival hier, oder folge auf Facebook.

Rab's in-house PR Coordinator