Die Rab-Athletin Nasim Eshqi, wurde als eine von nur 56 weiteren Preisträgern mit dem King Albert I Memorial Award ausgezeichnet. Dieser Preis wird als Anerkennung an „Personen oder Organisationen für außerordentliche und nachhaltige Verdienste im Zusammenhang mit den Bergen der Welt“ verliehen.

Die 1993 gegründete King Albert I Memorial Foundation wurde zu Ehren von König Albert I. gegründet. Der belgische König war zu Lebzeiten ein leidenschaftlicher Alpinist. Für die Preisträger – von Kletterern und Bergsteigern bis hin zu Wissenschaftlern, Künstlern und sogar auf Höhenmedizin spezialisierte Ärzte – sind Freiheit, ethisches und verantwortungsvolles Verhalten sowie Respekt für die Umwelt der Berge die bestimmenden Kriterien bei der Verleihung des Awards. Die Stiftung bestätigt, dass die Gewinner alle „einen wichtigen Beitrag geleistet haben, die Berge als erhabenen, schönen und sicheren Ort zu bewahren – als Lebensraum für die Bergbevölkerung, Freizeitraum für Bergsteiger und als wichtiges Erbe unserer Welt.“

Nasim erhielt die Auszeichnung für ihre bemerkenswerte Willenskraft, ihren Mut und ihre Kraft.

„Nasim Eshqi setzt sich über ihre eigenen Grenzen am Felsen sowie die ihrer Umgebung hinweg. Sie hat sich in der internationalen Kletterszene einen Namen gemacht und inspiriert junge Athletinnen und Athleten auf der ganzen Welt.

Zu den größten Leistungen von Nasim Eshqi gehören einige der schwersten Kletterrouten im Iran wie „Mr Nobody“ (8b+), „Pink Panther“ (8b), „Iran-Swiss“ (8a+) und die Mehrseillängenroute „A girl for all seasons“ (7b). Sie eröffnete die letztere sowie mehrere neue Anstiege in anderen Ländern. Nasim ist äußerst vielseitig, doch ihre Vorliebe gilt dem traditionellen Klettern und der Weitergabe ihres Wissens an die nächsten Generationen von Kletterern.“

King Albert I Memorial Foundation

Nasim erklärt, wie es war, den Preis zu gewinnen:

„Als ich die E-Mail mit der Einladung zur Preisverleihung erhielt, konnte ich meinen Augen nicht trauen! Ich musste sie mehrmals lesen. Erst als ich für die Auszeichnung auf der Bühne stand, glaubte ich endlich, dass ich nicht träumte.

Ich bin sehr glücklich, dass mich meine Liebe zu den Bergen und zu meiner Arbeit hierhin geführt hat. Es ist mir eine große Ehre. Ich bin total überwältigt.

Der Albert Mountain Award ist allen Menschen der Berge gewidmet. Ich bin überzeugt, dass wir als Menschen der Berge alle miteinander verbunden sind. Obwohl ich mich auf meinem Weg die meiste Zeit allein fühlte, sehe ich nun, dass ich nicht alleine bin. Weil wir alle Menschen der Berge sind.

Ich möchte mich beim Vorstand der King Albert I Memorial Foundation bedanken, dass er mich zu einem der Preisträger gewählt hat. Ich werde meinen Weg mit mehr Energie und Kraft als je zuvor weitergehen.“