Will Copestake ist ein Guide und Abenteurer mit einer Begeisterung für die Erkundung der Teile der Welt, die nass, kalt und stürmisch sind. Will glaubt fest an „Typ-Zwei-Spaß“ - jene Momente, die zuerst grauenhaft erscheinen und Dich erst später belohnen. Er hat schon über 500 der höchsten Gipfel Schottlands begangen und die wildesten Plätze in beiden Hemisphären erforscht. Wenn er nicht gerade mit seiner eigenen Expedition unterwegs ist, arbeitet Will als Bergwanderführer und Guide bei Kajakfahrten zwischen Nordwest Schottland und dem chilenischen Patagonien und unterstützt andere dabei, ihre eigenen Abenteuer zu erleben.

Will ist ursprünglich aus dem Nordwesten von Schottland und entdeckte seine Leidenschaft für Abenteuer durch die Erforschung der Mikro-Welt direkt unter seinen Füßen. Biologie hat ihn schon als Kind fasziniert und er erinnert sich daran, wie er am Strand stundenlang Felsen anhob, um zu sehen was darunter lebte, wie er nachts Motten gefangen hat und an seine Vogelerkundungen mit seinem Vater am frühen Morgen. Als Will älter wurde schweifte sein Blick über seinen Gartenzaun, hinauf in die Berge und hinaus aufs Meer.

Auf seinen Erkundungen zu Hause und auf der ganzen Welt, bewanderte Will die ganzen Great Walks in Neuseeland, überquerte Island zu Fuß und erforschte die Fjorde Patagoniens in einem Kajak. Am besten ist Will für seine „Abenteuer vor der Haustüre“ in Schottland bekannt, die die früheren „selbstgemachten“ Abenteuer mit einer extra Priese Abenteuer widerspiegeln. In einer einjährigen Solo-Reise umrundete Will die Küste Schottlands in einem Kajak, dann radelte er durch das Land, um im Winter alle 282 Gipfel über 900 m zu klettern, er lebte von wenig Geld, fand Zuflucht in einem Zelt und verausgabte sich. Dabei erkannte er, dass das Abenteuer vor der Haustüre beginnt. Für diese Leistung wurde er mit dem schottischen und britischen „Adventurer of the Year“ (Abenteurer des Jahres) ausgezeichnet.

Danach kam Will zurück, um dieses Mal im Winter alle 222 Corbett-Gipfel in den schottischen Berge auf einer einzigen, ununterbrochenen Runde zu klettern. Dieses Mal „crowdsourced“ Will seine Mitwanderer, indem er alle und jeden dazu einlud, ihn auf seinem Weg zu begleiten und so durch seine Fähigkeiten als Guide dieses Event zum sozialen Abenteuer machte.
Will wird weiterhin eine Balance finden zwischen seinem Leben als Guide und seinen kleineren und größeren Abenteuer rund um die Welt.

Notable Expeditions:

  • Great Walks in Neuseeland
  • Überquerung Islands zu Fuß - 600 km Traverse
  • Kajakfahrt in den patagonischen Fjorden - 830 km eigenfinanzierte Reise
  • Solo-Rundfahrt um Schottlands Küste (Kajak)
  • Ununterbrochene Wintertour über die schottischen Munros (900 m+ Gipfel) (dazwischen mit dem Fahrrad)
  • Ununterbrochene Wintertour über die schottischen Cobetts (760 - 900 m Gipfel).

Interview mit Will

Was ist bis jetzt Deine schönste Typ 2 Erfahrung gewesen?

Das Beste an Typ 2 Spaß ist, wenn man auf den Moment zurückblickt in dem man erkennt, dass man die Herausforderung überstanden hat und jetzt die Belohnung dafür bekommt. Obwohl ich viele solcher Erfahrungen gemacht habe, von der Besteigung weit entfernter Gipfel bis hin zum Paddeln in fernen Seen, gibt es doch eine, die alle anderen übertrumpft. Vor zwei Saisons brach ich alleine zu einem See in Patagonien auf, den noch nie ein Kajak berührt hatte. Nach einer anstrengenden Paddelstrecke zum Eingang, einer Kombination von klettern und Kajak schleppen und noch ein paar weiteren Kilometern Geschleppe war ich am Ziel. Endlich konnte ich um Eisberge in einem von Menschen selten besuchten Tal paddeln. Ich war alleine, müde, hatte einen Sonnenbrand, meine Finger waren von Felsen abgeschabt, meine Arme von Dornen zerkratzt und meine Füße taub vom eiskalten Wasser. Und doch bot sich mir eine der prächtigsten Aussichten die es gibt. Dies war für mich der Inbegriff von Typ 2 Spaß.

Wie würdest Du Deinen Ansatz zur Überwindung der Herausforderungen beschreiben?

Ich bin im Nordwesten von Schottland aufgewachsen und dachte immer, dass Nässe und Kälte einfach zu einem Outdoor-Erlebnis dazugehörten . Viele meiner schönsten Kindheitserinnerungen beinhalten etwas Unbehagen, aber ich erinnere mich noch viel besser an die Belohnung, die mich Zuhause erwartete; ein warmes Bett und heißer Tee. Bei einem Erwachsenen verschieben sich die Grenzen mit jeder Erfahrung ein bisschen weiter. Die Faszination von damals, vor jedem Ziel eine Herausforderung bestehen zu müssen, verlangt heute einfach etwas mehr Anstrengung und Mühe.

Eine schwierige Umgebung zwingt dich dazu, dich ganz auf einen bestimmten Moment zu konzentrieren, sei es ein kurzer Blick auf deine müden Füße oder ein langes Anstarren, um sie zum Weitergehen zu überreden. Für die Herausforderungen, auch wenn sie hart sind, kann man schnell eine Lösung finden - einfacher gesagt, zieh mehr an, wenn es dir zu kalt wird oder mach langsamer, wenn du müde wirst. Das ist etwas, was wir gerne in der Hektik des geregelten Lebens übersehen.

Was für Pläne hast Du für die nähere Zukunft?

Ausruhen ist nur für die Faulen, und ich habe schon wieder mehrere Ideen und Konzepte in Planung. In der Zwischenzeit stürze ich mich in eine neue Art von Abenteuer, wobei ich mein eigenes Kajak-Geschäft gründe und es zusammen mit meinem guten Freund Tim von Hamlet Mountaineering führen werde. Mit unseren gemeinsamen Fähigkeiten werden wir dann Berg-, Kajak, Kanu- und Kletterabenteuer an der Westküste von Schottland und darüber hinaus anbieten.

Was die Abenteuer angeht, da verfolge ich ein paar Möglichkeiten, verschiedene Orte wie Kamtschatka und Japan zu besuchen, und eine Rückkehr nach Patagonien ist auch in Planung; die Zeit wird zeigen, wo ich als nächstes landen werde. In der Zwischenzeit erfreue ich mich der vielen britischen Abenteuer.

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